Spannende Vielfalt beim dritten Streuobst-Vernetzungstreffen

Eine Gruppe von Personen steht vor einem Banner. Die Männer und Frauen lächeln in die Kamera.

Landrat Jan Weckler und die Referentinnen und Referenten konnten viele Interessierte im Plenarsaal des Kreishauses begrüßen.

Bereits zum dritten Mal luden der Wetteraukreis gemeinsam mit dem Naturschutzbund (NABU) Wetterau und dem Naturschutzfonds Wetterau zum Streuobstvernetzungstreffen in den Plenarsaal des Kreishauses ein. Rund 100 Interessierte aus Ehrenamt, Verwaltung und Wirtschaft tauschten sich zu vielfältigen Themen rund um den Streuobstanbau im Wetteraukreis aus.

Zum Internationalen Tag der Streuobstwiese soll es Tradition werden, dass der Wetteraukreis gemeinsam mit dem NABU, dem Naturschutzfonds Wetterau e.V. und der Ökomodellregion Wetteraukreis zum Streuobstvernetzungstreffen im Friedberger Kreishaus lädt. In der vergangenen Woche fand diese Veranstaltung bereits zum dritten Mal statt.

Der Wetteraukreis ist einer der Landkreise mit den größten Streuobstbeständen in Hessen, erinnerte Landrat Jan Weckler in seiner Begrüßungsrede vor rund 100 Besucherinnen und Besuchern: „Vielfältige Akteurinnen und Akteure wie Naturschutzgruppen, Landwirte, Keltereien und Straußwirtschaften bereichern unseren Landkreis mit toller Landschaft, guten Produkten und einmaligen Erlebnissen. Viele Tier- und Pflanzenarten sind von dieser Landschaft abhängig. Streuobst nimmt deshalb im Wetteraukreis eine Schlüsselposition für den Erhalt gefährdeter Arten ein.“

Denn: Die Kulturlandschaft der Streuobstwiesen ist in Gefahr. Die Flächen gehen zurück. „Der Erhalt von Streuobstwiesen ist eine große Herausforderung, die wir als Landkreis mit unserer Streuobststrategie angegangen sind“, machte Landrat Weckler deutlich. „Unser Streuobst-Bildungsurlaub, die Förderung von Baumpflanzungen und die Allianz beim heutigen Vernetzungstreffen sind nur einige Beispiele dafür.“

Klimawandel und Strategien

Das bunte Programm begann mit einem Impulsvortrag von Barbara Helling zu den Auswirkungen des Klimawandels und den Möglichkeiten der daran angepassten Pflanzmethoden. Danach standen die Artenvielfalt im Streuobst und Streuobst-Strategien des Landes sowie der Stadt Nidda im Fokus. Martin Hormann von Hessenforst berichtete über die Artenvielfalt der Vogelwelt im Streuobst. Andreas Baumann stellte das Streuobstzentrum des Landes Hessen und Bürgermeister Thorsten Eberhart das Streuobstkonzept der Stadt Nidda vor.

Aus Ehrenamt und Betrieben

Nach einer intensiv genutzten Vernetzungspause leitete Moderator Dominik Schmitt vom NABU Wetterau zur Vorstellung von ehrenamtlichen Projekten und Streuobst-Verarbeitungsbetrieben über. Selina Hochstein vom Naturschutzfonds Wetterau e.V. stellte das Angebot des Streuobstbildungsurlaubes im Wetteraukreis vor. Volkhardt Guth präsentierte die Aktivitäten des Obst- und Gartenbauvereines im Streuobstgebiet am Schirnberg in Ober-Widdersheim. Eckhardt Neitzel informierte über das Programm der Karbener IG Streuobst für Kinder in den dortigen Streuobstwiesen.

Da die Herstellung und Vermarktung von Produkten aus Streuobst elementar für den Lebensraum ist, ist die Vorstellung von Verarbeitungsbetrieben ein wichtiger Teil des Vernetzungstreffens. Die Rapp‘s Kelterei aus Karben und der Obstbaubetrieb Ciampa aus Florstadt präsentierten ihre höchst unterschiedlichen Betriebe und vermarkteten Produkte. Im Anschluss blieb genug Zeit für die Besucherinnen und Besucher aus den Städten und Gemeinden des Wetteraukreises, von Verbänden, Vereinen, Vermarktern, Kelterern und Initiativen, um sich auszutauschen und leckere Streuobstprodukte zu kosten.

Präsentationen online nachlesen

Alle Präsentationen und fotografische Eindrücke des diesjährigen Streuobst-Vernetzungstreffens können auf der digitalen Beteiligungsplattform des Wetteraukreises abgerufen werden.

Veröffentlicht am: 07. Mai 2024

 

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