Die Region Wetterau

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Landrat Jan Weckler gibt Startschuss für „Kneipp Bäder3Eck Wetterau“

Im Vordergrund nutzen Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr (Bad Vilbel), Dr. Lutz Ehnert (1. Vorsitzender des Kneipp-Vereins Bad Nauheim-Friedberg-Bad Salzhausen e.V.), und Bad Vilbels Stadtrat Udo Landgrebe die Gelegenheit zum Kneippen. Im Hintergrund freuen sich Landrat Jan Weckler, Bürgermeister Klaus Kreß (Bad Nauheim) und die Steinfurther Rosenkönigin Yaren I. Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum fehlt auf dem Bild, er war im Verkehr steckengeblieben.

Drei traditionsreiche Bäderorte in der Wetterau, Bad Nauheim, Bad Salzhausen und Bad Vilbel, bilden das „Kneipp Bäder3Eck“. „Mit zahlreichen Angeboten in vielen Kommunen stellen wir uns touristisch neu auf und machen die Wetterau zur Vitalregion“, sagte Landrat Jan Weckler bei der Kick-off-Veranstaltung am letzten Montag (24. August) in Bad Nauheim.

Die Idee zum „Kneipp Bäder3Eck Wetterau“ entwickelte Landrat Jan Weckler zusammen mit dem Ersten Vorsitzenden des Kneipp-Vereins Bad Nauheim-Friedberg-Bad Salzhausen, Dr. Lutz Ehnert. „Wir haben mit dem Kneipp-Verein Bad Nauheim-Friedberg-Bad Salzhausen und dem Kneipp-Verein Bad Vilbel die beiden größten Kneipp-Vereine Hessens hier bei uns im Wetteraukreis, und in Büdingen gibt es noch einen weiteren Kneipp-Verein. In Sachen Kneipp ist die Wetterau auf jeden Fall der Hotspot in Hessen und auch darüber hinaus.“

Die Stärken stärken und die Potenziale heben

Das sei eine gute Grundlage, um die ganze Region zu profilieren, wobei jede der drei Badestädte ihr ganz eigenes Profil hat. Bad Nauheim als Bade- und Gesundheitsstadt, Bad Vilbel als Stadt der Quellen und Bad Salzhausen, als das kleine Idyll zum Wohlfühlen. Alle drei Städte entwickeln sich dynamisch weiter. In Bad Nauheim und in Bad Vilbel sind neue Thermen geplant mit ganz unterschiedlicher Ausrichtung. Bad Salzhausen hat sich auf den Weg der Stadterneuerung gemacht, der Bad Salzhausen in einem ganz anderen Licht dastehen lässt als noch vor einigen Jahren.

Landrat Jan Weckler sprach von drei Leuchttürmen, die die ganze Region ausleuchten und von denen die ganze Region profitieren könne. Man müsse die gemeinsamen Stärken weiter stärken, damit die ganze Region davon profitiere und das Entwicklungspotenzial heben könne. „Neben den drei Badestädten bauen auch andere Kommunen eine Kneipp-Infrastruktur auf, die wir mit diesem Projekt „Kneipp Bäder3Eck Wetterau“ besser in Szene setzen können.“

Die Rolle des Koordinators hat der Fachbereich Regionalentwicklung und Umwelt des Wetteraukreises übernommen. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus den Vertreterinnen und Vertretern der Badestädte, der TourismusRegion Wetterau und der Kneipp-Vereine hat dann mit externer Unterstützung eine Strategie zur Umsetzung der Ziele entwickelt.

„Das passt auch gut zu unserer eigenen touristischen Orientierung, um stärker mit Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet zu kooperieren. Hier sehen wir ein großes touristisches Potenzial, das wir auch in die Wetterau lenken wollen. Wir wollen Menschen mit Kneipp begeistern, aus unserem eigenen Umfeld, aber auch solche, die in Frankfurt zu Gast sind, die eine Messe besuchen oder einen Städtebesuch machen und vielleicht für einen Tag oder mehr zu uns in die Region kommen.

Untersuchungen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass der Wetteraukreis stark vom Tagestourismus lebt. „Vielleicht gelingt es uns über Kneipp, Menschen dazu zu bringen, länger in der Region zu bleiben“, so der Wet-terauer Landrat.

In einer Analyse wurde ermittelt, welche Infrastruktur in Sachen Kneipp schon vorhanden ist. „Das geht weit über das allseits bekannte Wassertreten hinaus“, sagte Landrat Weckler und nannte die fünf Säulen der Philosophie des Wasserdoktors Sebastian Kneipp:

1.    Balance
2.    Wasser
3.    Bewegung
4.    Ernährung und
5.    Heilpflanzen.

Interaktive Karte und Imagefilm

Mit Hilfe einer interaktiven Karte sollen Nutzerinnen und Nutzer erkennen, wo für sie konkrete Kneipp-Angebote zu den verschiedenen Säulen der Kneipp-Philosophie möglich sind. Zudem, so Landrat Weckler, wolle man eine Kneipp-Route entwickeln, auf der man per Auto, Fahrrad oder zu Fuß von einem Kneipp-Event zum nächsten kommt.

Touristisch gesehen wäre das eine wunderbare Ergänzung zur Bonifatius-Route und zum Lutherweg.

Kneipp sei so aktuell wie selten zuvor. Gesundheit, Bewegung, Work-Life-Balance spiele eine immer größere Rolle in unserer Gesellschaft, gerade auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie.

Im weiteren Verlauf stellten Landrat Jan Weckler und die Bürgermeister der Badestädte, Klaus Kreß für Bad Nauheim, Dr. Thomas Stöhr für Bad Vilbel und Hans-Peter Seum für Nidda-Bad Salzhausen die verschiedenen Elemente der Kneipp’schen Philosophie vor.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Imagefilm zum Thema „Kneipp Bäder3Eck Wetterau“, der ab sofort im Internet auf dem Öffnet externen Link in neuem FensterYouTube-Kanal des Wetteraukreises zu sehen ist. Der Film präsentiert das ganzheitliche und präventive Naturheilverfahren nach Sebastian Kneipp in knapp drei Minuten. Sebastian Kneipp kommt mit Zitaten selbst zu Wort und erläutert die fünf Elemente seiner Naturheilmedizin.

„Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern“, zitierte Landrat Jan Weckler den Wasserdoktor. Ein gutes Motto für jeden, der gesundheitsbewusst leben möchte.

veröffentlicht am: 26.08.2020

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